Bestrahlung


Archivmaterialien, die von Mikroorganismen wie Schimmelpilzen und Bakterien oder sonstigen Schädlingen befallen sind, können durch eine Behandlung mit ionisierender Strahlung vor der weiteren Zerstörung bewahrt sowie der weiteren Nutzung zugeführt werden.

Die zur Verwendung kommende Energiedosis wird nach der fachgerechten Prüfung des Befallgrades (z.B. durch eine Keimzahlbestimmung) sowie unter Berücksichtigung von Erfahrungen und Ergebnissen vorgelagerter Probebestrahlungen sorgfältig festgelegt, um Beeinträchtigungen durch den Bestrahlungsprozess zu minimieren.

In industriell betriebenen Gamma-Anlagen wird heute ausschließlich Kobalt 60 (Co-60) eingesetzt. Die emittierten Gammastrahlen haben eine hohe Eindringtiefe. Die beschädigten Materialien können problemlos auf Industrie- oder Europaletten gestapelt angeliefert und direkt bestrahlt werden können.
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